Die Bienenhaltung als sehr komplexe Aufgabe

Nach 18 intensiven Lektionen in Theorie und Praxis erhielten am vergangenen 28. Mai 24 Jungimker/innen Ihr wohlverdientes Imkerdiplom.

Auf den ersten Blick mag es einfach erscheinen ein paar Bienenvölker in den Garten zu stellen, es muss aber so einiges beachtet werden. „ der Volksstärke angepasste Raumgabe, die Fütterung, die Jungvolkbildung und die Gesunderhaltung der Völker als wichtige Eckpfeiler in der Bienenhaltung“.

Von Anfang an war aber klar, im Kurs gilt das Lehrbuch und die Ausführungen der Betriebsberater. „ Sonst haben wir sechs gut gemeinte Ideen von drei Imkern“ so der Kursleiter Fernando Biner.

Grundkurs abschlus

Der Ausbildungsordner, zusammengestellt durch den VDRB, hat es in sich. Der Ordner ist vollgepackt mit Theorie von A wie Aufsetzen bis Z wie Zusetzen. Die Theorieabende wurden im Landwirtschaftszentrum in Visp abgehalten. Bei den Theorielektionen wurde der Kursleiter durch die Betriebsberater/in Alfons Studer, Jonathan Venetz und Brigit Stocker - Mooser unterstützt.

Auf dem tollen Bienenstand von Carole und David Lorenz durften wir die praktischen Lektionen durchführen, für alle Beteiligten ein Idealfall.
Der Grundkurs entwickelte sich mehr den je zu einem sehr kollegialen und gesellschaftlichen Treffen. Wer jetzt denkt, dass da mehr Party als Imkerei war, der täuscht. Mit sehr großem Interesse folgten die Teilnehmenden den Ausführungen des Kursleiters und gingen so richtig ans Werk.
Was gab es da nicht alles zu bestaunen? Wie war da wohl das Gefühl, ein Bienenvolk mit seinen 40`000 Bienen zu kontrollieren und die entsprechenden imkerlichen Maßnahmen zu ergreifen?

Einige Teilnehmenden konnten auf Ihrem eigenen Stand schon Völker pflegen, so gab es an den Kurstagen viel zu besprechen.

Am letzten Kurstag wurde die B-Belegstelle der Landrasse im - Grund - besucht. Christian Loretan, Mitverantwortlicher auf der Belegstelle, führte uns durch den Vormittag und erläuterte den Kursteilnehmenden der Sinn und Zweck einer Belegstelle.

Nach einem Apéro und feinem Raclette im Gardemuseum in Naters konnten die frisch ausgebildeten Imker/innen Ihr wohlverdientes Diplom entgegennehmen. Der Präsident vom Oberwalliser Imkerverband Christian Loretan wandte sich mit einem Grußwort an die Anwesenden. Fragen zur Unterstützung der Imkerei durch den Kanton aber auch steuerrechtliche Fragen wurden durch Ihn beantwortet. Er bat alle in den Sektionen mitzumachen und wünscht viel Freude und Befriedigung mit den Bienen.

Mit den Schlussworten des Kursleiters ging ein erfolgreicher Kurs zu Ende. „Ihr habt euch dem Phänomen Honigbiene verschrieben. Es gilt jetzt die eigenen Erfahrungen zu sammeln und die Verantwortung als Tierhalter und Lebensmittelproduzenten wahr zu nehmen. Ihr seid aber nicht auf euch alleine gestellt, die Funktionäre vom Oberwalliser Imkerverband stehen euch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Herzlichen Dank an alle, die zum sehr guten Gelingen des Kurses beigetragen haben“ Wie sagte es Karl von Frisch der Altmeister der Honigbienenforschung treffend: „Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen; je mehr man daraus schöpft desto reicher fließt er“.

Fernando Biner

26
Mai
Praxistag Belegstelle Grund
05
Jun
Auffüttern nach der Honigernte
30
Jun
Standberatung
Sankt Niklaus
Jungvolk/Schwarmpflege/Königinenzucht
14
Jul
Standberatung
Sankt Niklaus
Jungköniginenverwertung
14
Jul
Honig schleudern
Familientag Sektion Leuk und Umgebung
Familientag Sektion Goms
Standbesuch Sektion Leuk und Umgebung
Familinetag Sektion Visp
24
Aug
Honighängert
Sankt Niklaus
Honighängert