Verbreitung des Flügeldeformationsvirus

Der Mensch ist die wichtigste Ursache der Verbreitung des Flügeldeformationsvirus "deformed wing virus" (DWV. Eine kürzlich im Fachmagazin "Science Magazine" erschienene Studie zeigt zum ersten Mal eindeutig, dass der inzwischen weltweit verbreitete DWV durch das Handeln des Menschen von Europa und Nordamerika aus weltweit verbreitet worden ist.

Der Mensch ist Täter

Genetiker von der Universität Cambridge (UK) und Biologen der Universität Berkeley (USA) konnten nachweisen, dass das DWV-Virus ausgehend von der Europäischen Honigbiene (apis mellifera) durch Im- und Exporte von Bienenvölkern verbreitet wurde. So stammt das DWV-Virus in Neuseeland aus Europa. Andere, natürliche Ursachen schliessen die Forscher aus, denn bei einer natürlichen Verbreitung sind zunächst angrenzende Länder betroffen.

Um die Entwicklung der Verbreitung des Virus nachzuvollziehen, analysierte das internationale Team von Wissenschaftlern das Erbgut von 246 Virusproben aus 17 Ländern und verglich diese mit bekannten Gensequenzen des Virus. Sämtliche weltweit vorkommenden Varianten des Virus stammen demnach von einer Quelle, der Westlichen Honigbiene (apis mellifera).

Varroa als Hauptüberträger

Interessanterweise ist die Verbreitung des DWV direkt zwischen Bienen nicht besonders effizient. Hier spielt die Varroa (varroa destructor) eine wichtige Rolle. Sie kann mit Ihrem Befall der Bienenbrut alle Schutzbarrieren der Bienen überspringen und ermöglicht damit eine wesentlich effektivere Ausbreitung des Virus. Es ist also diese doppelte Belastung, die den Bienen zusetzt: Das Vorkommen von Varroa in Kombination mit dem DWV-Virus sorgt für höhere Übertragungsraten und eine wesentlich stärkere Belastung von Bienenvölkern, als wenn nur einer der Faktoren vorhanden ist.

Wir haben hier wieder einmal ein Argument, dass die Im- und Exporte von Bienen, egal, ob als Königinnen, oder als ganze Völker, möglichst unterbleiben sollte. Eine funktionierende Eigenzucht ist und bleibt also eine Daueraufgabe für Imker.

Forschungsbericht im Magazin "Science Magazine" (5. Februar 2016)

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